E-Reader-History

Happy Birthday, E-Ink-Reader (2004 – 2014)


Am Anfang war nicht das Kindle – die Geschichte des E-Ink-Readers beginnt mit Sony, und zwar genau vor zehn Jahren: Im April 2004 brachte der japanische Unterhaltungsriese mit dem “Librié EBR-1000EP” das erste Lesegerät mit elektronischem Papier auf den Markt, und setzte mit dem 6-Zoll-Display einen Standard, der bis heute gültig ist. Damals hatte der Format-Faktor viel mit dem Buchmarkt in Japan zu tun, denn eine 6-Zoll-Diagonale entspricht dem Standard-Format japanischer Taschenbücher. Beim Gewicht des Readers war das ganz ähnlich: mit 300 Gramm entsprach es dem, was ein durchschnittliches Print-Buch auf die Waage brachte. Am meisten Aufsehen erregte aber natürlich der papierähnliche Kontrast des Displays: “Die Display-Qualität dürfte viele Nutzer von Mobilgeräten schockieren: es sieht eher nach Papier aus als nach dem Computer-Bildschirm, den man tatsächlich vor sich hat”, schrieb etwa Tech-Autor J. Mark Lytle im britischen Guardian. “Am ehesten lässt sich die Qualität noch mit altmodischer Druckerschwärze auf genau dem Zeitungspapier vergleichen, das Sie gerade in der Hand halten. Es sei denn, Sie lesen diesen Text online – in diesem Fall macht der Librié einen deutlich besseren Eindruck”. [Weiterlesen auf E-Book-News]