E-Book-Lover

„Bücher mit Batterien – warum nicht?“


„Books with Batteries? – Why not?“: Wohl kaum ein Bestseller-Autor in den USA hat ein entspannteres Verhältnis zu E-Books und E-Readern als Stephen King. Zum Start des Kindle 2 im Februar 2009 steuerte King exklusiv den 91-seitigen Kurzroman „Ur“ bei – in der Hauptrolle: ein E-Reader. „Vorher hatte ich bereits über mordende Autos, finstere Computer und hirntötende Mobiltelefone geschrieben, als die Amazon-Anfrage kam, dachte ich eigentlich gerade über eine Person nach, die E-Mails aus dem Totenreich erhält“, so der Autor über seine besondere Vorliebe für „Gadgets, die eines Tages verrückt spielen“. Für das exklusive Kindle-Book liess sich King etwas ganz besonderes einfallen. „Ur“ dreht sich um einen pinkfarbigen Kindle-Reader aus einem Parallel-Universum. Das „weird gadget“ landet irrtümlich beim College-Lehrer Wesley Smith. Wie der Besitzer des mysteriösen E-Readers bald feststellt, führt die ungewöhnliche „Ur“-Taste auf diesem Gerät zu Büchern, die in unserer Welt nicht existieren. Wer damals eine Vorbestellung für das Kindle 2 aufgab, bekam die Story sogar umsonst. Inzwischen hat sich „Ur“ trotz Kindle-Only-Fassung gut verkauft. „Ich bin ein Vielschreiber, drei Tage hat mich das gekostet, und ich habe um die 80.000 Dollar damit erzielt. Für Kurzprosa bekommt man das sonst nicht mal, wenn man im Playboy veröffentlicht“, rechnete King dem Wall Street Journal vor.

Abb.: Wikipedia