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“Vom Buch zum Byte” am 11. & 12. Juni gratis im Kindle-Shop


Heute startet der zweite Teil der Kostenlos-Aktion im Kindle-Shop. Bis morgen, Mittwoch, kann man die Kindle-Version von “Vom Buch zum Byte” gratis herunterladen (regulärer Preis: 1,99 Euro). Über Amazons Print-On-Demand-Service “Createspace” ist zudem eine knapp 94seitige Taschenbuch-Version lieferbar. Kleiner Wermutstropfen: Da die Gratis-Aktion nur im Rahmen von Amazons “KDP Select”-Programm möglich ist, gibt’s bis Ende Juni (also für 90 Tage) leider keine epub- oder PDF-Version von “Vom Buch zum Byte”, und auch keine kostenlose Leseprobe.

“Vom Buch zum Byte” bis zum 8. April kostenlos im Kindle-Store


Nicht nur Bücher, auch E-Books haben eine Geschichte. Im Vergleich zur gesamten Gutenberg-Galaxis mögen knapp vierzig Jahre kurz erscheinen – doch immerhin: schon 1971 hämmerte Michael S. Hart den Text der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung in das Terminal eines Mainframe-Rechners. Mit dem Startschuss für das elektronische Lesen begann die Emanzipation der Literatur von der Druckerpresse – deren Geschichte man nachlesen kann in meinem Kindle-Book “Vom Buch zum Byte”. Zur Zeit sogar kostenlos – noch bis Mittwoch läuft eine Gratis-Aktion bei Amazon (regulärer Preis: 1,99 Euro). Über Amazons Print-On-Demand-Service “Createspace” ist zudem eine knapp 94seitige Taschenbuch-Version lieferbar. Kleiner Wermutstropfen: Da die Gratis-Aktion nur im Rahmen von Amazons “KDP Select”-Programm möglich ist, gibt’s bis Ende Juni (also für 90 Tage) leider keine epub- oder PDF-Version von “Vom Buch zum Byte”, und auch keine kostenlose Leseprobe.

“Alle Bücher sind E-Books, und das schon seit langem”


Huch, ein Buch ist gar kein Buch? Im traditionellen Sinne tatsächlich nicht mehr. Ein wichtiger Hinweis, den man berücksichtigen sollte, wenn etwa während der Buchmesse wieder mal Loblieder auf bedrucktes Papier gesungen werden. Denn eins wird dabei vergessen: sämtliche Druckvorstufen sind schon seit den Achtziger Jahren digitalisiert worden. So konnte Teleread-Autor Paul St John Mackintosh jetzt mit Fug und Recht argumentieren: “Was man sieht, wenn man in den letzten zwei Jahrzehnten ein Buch aufgeschlagen hat, ist digitaler Text, der zurück übersetzt wurde in ein physisches Printprodukt, um die Distribution über den Buchhandel zu ermöglichen.” Tatsächlich werde ja bereits das Manuskript irgendwann in einen Computer getippt, wenn es nicht überhaupt bereits so entstanden ist. Dann folge das digitale Layout, und auch der eigentliche Druck des Buches habe nichts mehr mit der klassischen “schwarzen Kunst” zu tun, bei der noch Buchstabe für Buchstabe mechanisch gesetzt wurde. Zumeist würden die Druckdaten auch noch digital über große Entfernungen an die Druckerei übermittelt. “Wenn Bücher nicht mit Hilfe von elektronischen Medien gelesen oder distribuiert werden könnten, dann gäbe es gar keine E-Book-Revolution. Es gibt sie nur deshalb, weil alle Bücher schon seit vielen Jahren eigentlich elektronische Bücher sind. Doch erst Amazon und das iPad haben uns dafür die Augen geöffnet.”

Abb.: pni/Flickr

„Vom Buch zum Byte“ als Taschenbuch: jetzt Print-On-Demand-Version gewinnen!


Zur Erfolgsstory von E-Books und E-Publishing gehört natürlich auch Print-On-Demand. Vorlagen im PDF-Format machen es möglich, ein Buch genau dort herzustellen, wo es gebraucht wird. Mit „Create Space“ bietet neuerdings sogar Amazon einen solchen Service für deutsche Kunden an, und das zu einem sehr konkurrenzfähigen Preis. Gedruckt wird u.a. in Leipzig. Zu den via Create Space lieferbaren Büchern gehört nun auch „Vom Buch zum Byte“. Wer die „kurze Geschichte des E-Books“ nicht als E-Book, sondern auf Papier lesen möchte, kann jetzt die Print-On-Demand-Version (Paperback, 94 Seiten) für nur 6 Euro auf Amazon.de bestellen. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei innerhalb von 1 bis 2 Tagen – genauso schnell, wie man es von Büchern gewohnt ist, die „auf Lager“ sind. Vom Nettopreis (abzüglich 7% Mehrwertsteuer) landen übrigens knapp 1,64 Euro beim Autor.

Vom Buch zum Byte: Preisausschreiben

Zum Start der Printversion verlose ich zudem drei gedruckte Exemplare und drei Multiformat-Pakete der E-Book-Version. Um an der Verlosung teilzunehmen, muss man folgende Frage beantworten: wieviele Kilobytes hatte der erste E-Text der Welt, den Michael Hart (Gründer des Project Gutenberg) am 4. Juli 1971 zum Download bereitstellte? Kleiner Tipp: Die Lösung findet man auf vom-buch-zum-byte.de, wenn man in die Leseprobe schaut. Die Lösung bitte inklusive Postanschrift (Daten werden nach der Aktion gelöscht) und der Betreffzeile “Verlosung” an verlosung@vom-buch-zum-byte.de schicken. Einsendeschluss ist der 12. August. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Spaß beim Mitmachen!

Update: epub-Version jetzt via Kobo lieferbar


Seit wenigen Tagen bietet Kobo mit “Writing Life” eine eigene Self-Publishing-Plattform an – eine prima Gelegenheit, dort gleich mal die epub-Version von “Vom Buch zum Byte” zu präsentieren. Im Kobo-Store kann man die DRM-freie Version bis Ende des Monats zum Preis von 1,99 Euro herunterladen, entweder via Browser oder direkt auf dem Kobo-Reader selbst. Dabei bleiben 70 Prozent des Nettopreises beim Autor. Wer möchte, kann “Vom Buch zum Byte” via Kobo sogar als Geschenk verschicken. Lesen lässt sich die epub-Version durch den Verzicht auf Kopierschutz übrigens problemlos mit allen gängigen E-Readern, Tablets oder Smartphones, allerdings nicht mit Amazons Kindle. Doch keine Sorge: Im Kindle-Store gibt’s die mobi-Version im selben Zeitraum natürlich ebenfalls preisreduziert.

„Vom Buch zum Byte“ ist online: Happy Birthday, E-Book!


Heute vor 41 Jahren wurde an der University of Illinois ein neues Medium geboren: am 4. Juli 1971 hackte der amerikanische Student Michael S. Hart den Text der Unabhängigkeits-Erklärung in das Terminal eines Mainframe-Rechners. Mit dem Startschuss für das elektronische Lesen begann die Emanzipation der Literatur von der Druckerpresse. Genau der richtige Starttermin für „Vom Buch zum Byte. Geschichte des E-Books“. Die spannende Geschichte elektronischer Bücher von den Anfängen bis in die Gegenwart gibt’s – wie es sich bei diesem Thema gehört – vorerst exklusiv in elektronischer Form. Das Multiformat-Paket (epub/Kindle/PDF) kann man ab sofort zum Preis von 3,99 Euro herunterladen. Natürlich ohne DRM, denn Kopierschutz ist nur noch von historischem Interesse. Weiterlesen »

Inkunabel mit 128 MB-RAM


Vielleicht ist es ja das Cover, das den wichtigsten Unterschied vom E-Text zum E-Book ausmacht? Hier ist es jedenfalls: der “Einband” für mein neues E-Book “Vom Buch zum Byte”, das am 4. Juli erscheint. Auf einem klassischen E-Reader spielt ein solches Relikt der Gutenberg-Galaxis nicht so eine große Rolle, schon alleine, weil E-Ink eben bisher nur schwarz-weiß darstellen kann. Doch bei der Vermarktung im Internet geht ohne das Bild vom Buch gar nichts – das zeigt schon ein Blick auf die E-Stores der großen Portale. Das von meiner Berliner Kollegin Susanne Weiß entworfene Cover illustriert die zentrale Botschaft des Titels ganz hervorragend, finde ich. Einmal durch die unterschiedlichen Schrifttypen – Fraktur steht dabei für das gedruckte Buch, die serifenlose Type für die elektronische Variante. Der Bildhintergrund simuliert dagegen den allmählichen Übergang vom klassischen Buchrücken aus Leder und dem Buchdeckel aus Karton in eine mikroelektronische Platine. Sozusagen vom Goldschnitt zum vergoldeten Kontakt. Das ist natürlich ein gewisser Kunstgriff, denn E-Books selbst sind immaterielle Güter, man kann sie nicht anfassen. Die Hardware, mit denen E-Books dargestellt werden, aber schon. In diesem Fall blickt man auf eine PC-Speicherkarte mit 128 MB RAM, mittlerweile auch schon wieder so outdated, dass es sich fast um eine digitale Inkunabel handelt…

Vom Buch zum Byte in 80 Worten


Mein E-Book zur Geschichte des E-Books soll nicht zufällig am 4. Juli erscheinen – denn das ist sozusagen der Geburtstag des E-Books. An diesem Tag genau vor 41 Jahren tippte Michael S. Hart an der Universität von Illinois den ersten E-Text ein (mehr dazu in der Leseprobe!). Dabei handelte es sich um den historischen Text der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Indirekt war dieser Akt aber auch eine Art Unabhängigkeitserklärung von der Gutenberg-Galaxis. “Vom Buch zum Byte” fängt sogar noch ein paar Jahre eher an, genauer gesagt 1945. Mich hat nämlich auch die Vorgeschichte interessiert. Und in diesem Jahr veröffentlichte Vannevar Bush seinen berühmten Essay “As we may think”, also “Wir wir denken werden”. Darin beschrieb Bush eine universale Wissensmaschine namens “Memex” – nicht nur ein Archetyp des Personal Computers, sondern durch die darin auftauchende Idee der Verlinkung von Informationen auch der heilige Gral der Hypertext-Historiker. Auf Memex folgt eine kleine Stippvisite in den Sechzigern bei Marshall McLuhan und den zeitgenössischen Bedrohungszenarien der “Gutenberg-Galaxis” – in deren Zentrum damals nicht Buchstaben auf Bildschirmen standen, sondern Bewegtbilder, sprich das Fernsehen. Schließlich gibt’s noch einen Zwischenstopp bei Hans-Magnus Enzensberger. In dessen legendären “medientheoretischen Baukasten” von 1970 gibt’s nämlich bereits ein paar sehr interessante Sätze zum Thema elektronisches Lesen und zur “Aura” des Buches im Zeitalter der elektronischen Massenmedien.

Abb.: flickr/brucesflickr