Happy Birthday, E-Ink-Reader (2004 – 2014)


Am Anfang war nicht das Kindle – die Geschichte des E-Ink-Readers beginnt mit Sony, und zwar genau vor zehn Jahren: Im April 2004 brachte der japanische Unterhaltungsriese mit dem “Librié EBR-1000EP” das erste Lesegerät mit elektronischem Papier auf den Markt, und setzte mit dem 6-Zoll-Display einen Standard, der bis heute gültig ist. Damals hatte der Format-Faktor viel mit dem Buchmarkt in Japan zu tun, denn eine 6-Zoll-Diagonale entspricht dem Standard-Format japanischer Taschenbücher. Beim Gewicht des Readers war das ganz ähnlich: mit 300 Gramm entsprach es dem, was ein durchschnittliches Print-Buch auf die Waage brachte. Am meisten Aufsehen erregte aber natürlich der papierähnliche Kontrast des Displays: “Die Display-Qualität dürfte viele Nutzer von Mobilgeräten schockieren: es sieht eher nach Papier aus als nach dem Computer-Bildschirm, den man tatsächlich vor sich hat”, schrieb etwa Tech-Autor J. Mark Lytle im britischen Guardian. “Am ehesten lässt sich die Qualität noch mit altmodischer Druckerschwärze auf genau dem Zeitungspapier vergleichen, das Sie gerade in der Hand halten. Es sei denn, Sie lesen diesen Text online – in diesem Fall macht der Librié einen deutlich besseren Eindruck”. [Weiterlesen auf E-Book-News]

BBC feiert Text-Adventure “Per Anhalter durch die Galaxis”


Wow, was für ein Jubiläum: die BBC feiert gerade 30 Jahre “Hitchhiker’s Guide to the Galaxy” – und dabei geht’s nicht um das Hörspiel (das gab’s schon 1978), auch nicht um das Buch (das gab’s schon 1979), sondern um die Text-Adventure-Version. Die wurde nämlich im Jahr 1984 herausgebracht, als Koproduktion zwischen Serien-Autor Douglas Adams selbst und dem Infocom-Programmierer Steve Meretzky. Auch die interaktive Version der herrlich ironischen Sci-Fi-Saga wurde damals schnell zum Bestseller – mehr als 350.000 mal verkaufte sich die Software für Apple II, Commodore 64 oder DOS-PC. Auf der Website des BBC-Senders Radio 4 konnte man via flashbasierter Browser-Version schon zum 20. Geburtstag per Anhalter durch die Galaxis reisen, was der Website ein kurzfristiges Traffic-Wachstum von 1000 Prozent bescherte. Zum 30. Anniversary wurde nun erneut eine browserbasierte Adventure-Version gestartet, zeitgemäß im HTML 5-Standard, inklusive neuer Grafiken, Soundeffekte und Social Media-Features. [Weiterlesen auf E-Book-News]

E-Book-Evolution: “Am Anfang wie am Ende steht die freie Text-Zirkulation”


Frei, unfrei, frei – so lassen sich in drei Worten die drei Phasen der E-Book-Geschichte komprimieren. Etwas ausführlicher: freie Zirkulation, eingeschränkte Zirkulation, freie Zirkulation. Momentan stehen wir genau in der Mitte, in Phase zwei. Doch der Übergang in Phase drei hat schon begonnen. Warum das so ist, habe ich gestern bei einer Veranstaltung in der Stabi unter dem Titel “Vom Buch zum Byte” mit meinen Kollegen Ralf Stockmann und Volker Oppmann diskutiert. Kooperationspartner war das Co:llaboratory. Für alle, die nicht dabei sein konnten, habe ich auf E-Book-News eine überarbeitete Fassung des dabei präsentierten “Drei Phasen-Modells” zur E-Book-Geschichte gepostet…

(Abb.: Flickr/Markus Kison (cc))

“Vom Buch zum Byte” – Lesung & Autorengespräch (23.10.2013, Stabi Berlin)


Vieles von dem, was E-Books heute ausmacht, wurde schon in den 1960er und 1970er Jahren ausprobiert, manches bleibt bis heute Utopie. Project Gutenberg-Gründer Michael Hart erkannte schon 1971: der Computer ist ein natürlicher Replikator für E-Texte, die sich via Datennetz beliebig verbreiten lassen. Die damit zusammenhängenden Fragen wurden bis heute nicht beantwortet: Sind E-Books überhaupt Waren, oder eher eine überall verfügbare Ressource wie Leitungswasser? Was bedeutet der Übergang in die Netz-Ökonomie für die Entwicklungspotentiale des Buchmarkts? Brauchen wir überhaupt noch Buchhandlungen? Sollen wir noch Geld für teure Bibliotheksneubauten ausgeben? Wer wissen möchte, wie die Zukunft des Lesens aussehen könnte, findet viele mögliche Antworten bei einem Blick zurück auf die (gar nicht soooo) kurze Geschichte der elektronischen Bücher, wie ich ihn in “Von Buch zum Byte” gewagt habe. Einen kleinen Ausschnitt kann man am 23. Oktober in der Berliner Staatsbibliothek live erleben – in Form einer Lesung mit anschließender Diskussion.

Ort: Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Potsdamer Straße, Dietrich Bonhoeffer-Saal
Zeit: 23. Oktober, 18 – 20 Uhr
Veranstalter: Staatsbibliothek zu Berlin, Co:llaboratory, E-Book-News

Der Eintritt ist kostenlos, es wird aber um Anmeldung gebeten:
E-Mail: bibl.ausk.h2@sbb.spk-berlin.de
Tel.: 030/266432333

Huch! “Vom Buch zum Byte” kostenlos bei TorBoox


Wer ein E-Book über E-Books veröffentlicht, darf sich nicht wundern, wenn das Produkt irgendwann frei im Web zirkuliert. Letztlich muss man das ja als Gradmesser für die Popularität sehen. “Vom Buch zum Byte” hat die Wahrnehmungschwelle offenbar überschritten – es tauchte schon vor einiger Zeit im Katalog der Download-Plattform TorBoox auf. Nicht wirklich die ganz harte Konkurrenz für mich, weil das Buch zeitweise kostenlos via Amazon erhältlich war, als HTML-Version dauerhaft frei zugänglich ist und via Pay-With-A-Tweet auch als PDF-Volltext nichts kostet außer einem Tweet.

Nun gibt’s also auch das epub gratis im Netz – und wenn man E-Books vor allem als Marketing-Instrument versteht, macht das ebenfalls Sinn. Zumal TorBoox neuerdings AutorInnen ermöglicht, auf der “Artikelseite” ein bisschen Promotion zu betreiben – mit einem Link auf die Homepage, auf Amazon etc. und vor allem einem Flattr-Button. Außerdem kann man auch ein kleines Statement an die Nutzer einfügen. Meins geht so: “Liebe LeserInnen, vielen Dank für das Interesse an meinen E-Books. Wenn sie euch gefallen haben – bitte twittern, facebooken, flattern, weitergeben. Spread the news! Übrigens: Dank Amazons Print-On-Demand-Service gibt’s die Schmöker auch gedruckt. Beste Grüße aus Berlin-Mitte, Ansgar”

Am besten finde ich es natürlich nach wie vor, wenn alle, die es sich leisten können, mein Buch gleich hier im Shop herunterladen, zum Preis von 2,99 Euro gibt’s dann das komplette Multiformat-Bundle für Kindle, epub und PDF. Wer PayPal umgehen möchte: Bestellen kann man “Vom Buch zum Byte” auch via E-Mail, ich schicke dann via Reply umgehend einen Download-Link und die Überweisungsdaten zu.

Thalia, Weltbild & Co.: Vorhang auf für die große Distribution


Drei Monate lang war “Vom Buch zum Byte” exklusiv via Amazon lieferbar, und konnte im Rahmen des “KDP-Select”-Programms an insgesamt fünf Tagen kostenlos im Kindle-Store heruntergeladen werden (eine Chance, die übrigens knapp 1.400 Leser wahrgenommen haben). Wie versprochen ist “Vom Buch zum Byte” ab heute aber wieder direkt auf dieser Website erhältlich, sowohl als Leseprobe wie auch als Multiformat-Bündel (epub, mobi, PDF). Doch nicht nur das: über den Distributor feiyr kann man die “Kurze Geschichte des E-Books” ab sofort auch (fast) überall im Online-Buchhandel kaufen, zum Beispiel bei Thalia, Weltbild oder iBooks. Und übrigens auch direkt im E-Store des Tolino Shine-Readers. Weiterlesen »

“Vom Buch zum Byte” am 11. & 12. Juni gratis im Kindle-Shop


Heute startet der zweite Teil der Kostenlos-Aktion im Kindle-Shop. Bis morgen, Mittwoch, kann man die Kindle-Version von “Vom Buch zum Byte” gratis herunterladen (regulärer Preis: 1,99 Euro). Über Amazons Print-On-Demand-Service “Createspace” ist zudem eine knapp 94seitige Taschenbuch-Version lieferbar. Kleiner Wermutstropfen: Da die Gratis-Aktion nur im Rahmen von Amazons “KDP Select”-Programm möglich ist, gibt’s bis Ende Juni (also für 90 Tage) leider keine epub- oder PDF-Version von “Vom Buch zum Byte”, und auch keine kostenlose Leseprobe.

“Vom Buch zum Byte” bis zum 8. April kostenlos im Kindle-Store


Nicht nur Bücher, auch E-Books haben eine Geschichte. Im Vergleich zur gesamten Gutenberg-Galaxis mögen knapp vierzig Jahre kurz erscheinen – doch immerhin: schon 1971 hämmerte Michael S. Hart den Text der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung in das Terminal eines Mainframe-Rechners. Mit dem Startschuss für das elektronische Lesen begann die Emanzipation der Literatur von der Druckerpresse – deren Geschichte man nachlesen kann in meinem Kindle-Book “Vom Buch zum Byte”. Zur Zeit sogar kostenlos – noch bis Mittwoch läuft eine Gratis-Aktion bei Amazon (regulärer Preis: 1,99 Euro). Über Amazons Print-On-Demand-Service “Createspace” ist zudem eine knapp 94seitige Taschenbuch-Version lieferbar. Kleiner Wermutstropfen: Da die Gratis-Aktion nur im Rahmen von Amazons “KDP Select”-Programm möglich ist, gibt’s bis Ende Juni (also für 90 Tage) leider keine epub- oder PDF-Version von “Vom Buch zum Byte”, und auch keine kostenlose Leseprobe.

“Alle Bücher sind E-Books, und das schon seit langem”


Huch, ein Buch ist gar kein Buch? Im traditionellen Sinne tatsächlich nicht mehr. Ein wichtiger Hinweis, den man berücksichtigen sollte, wenn etwa während der Buchmesse wieder mal Loblieder auf bedrucktes Papier gesungen werden. Denn eins wird dabei vergessen: sämtliche Druckvorstufen sind schon seit den Achtziger Jahren digitalisiert worden. So konnte Teleread-Autor Paul St John Mackintosh jetzt mit Fug und Recht argumentieren: “Was man sieht, wenn man in den letzten zwei Jahrzehnten ein Buch aufgeschlagen hat, ist digitaler Text, der zurück übersetzt wurde in ein physisches Printprodukt, um die Distribution über den Buchhandel zu ermöglichen.” Tatsächlich werde ja bereits das Manuskript irgendwann in einen Computer getippt, wenn es nicht überhaupt bereits so entstanden ist. Dann folge das digitale Layout, und auch der eigentliche Druck des Buches habe nichts mehr mit der klassischen “schwarzen Kunst” zu tun, bei der noch Buchstabe für Buchstabe mechanisch gesetzt wurde. Zumeist würden die Druckdaten auch noch digital über große Entfernungen an die Druckerei übermittelt. “Wenn Bücher nicht mit Hilfe von elektronischen Medien gelesen oder distribuiert werden könnten, dann gäbe es gar keine E-Book-Revolution. Es gibt sie nur deshalb, weil alle Bücher schon seit vielen Jahren eigentlich elektronische Bücher sind. Doch erst Amazon und das iPad haben uns dafür die Augen geöffnet.”

Abb.: pni/Flickr

„Vom Buch zum Byte“ als Taschenbuch: jetzt Print-On-Demand-Version gewinnen!


Zur Erfolgsstory von E-Books und E-Publishing gehört natürlich auch Print-On-Demand. Vorlagen im PDF-Format machen es möglich, ein Buch genau dort herzustellen, wo es gebraucht wird. Mit „Create Space“ bietet neuerdings sogar Amazon einen solchen Service für deutsche Kunden an, und das zu einem sehr konkurrenzfähigen Preis. Gedruckt wird u.a. in Leipzig. Zu den via Create Space lieferbaren Büchern gehört nun auch „Vom Buch zum Byte“. Wer die „kurze Geschichte des E-Books“ nicht als E-Book, sondern auf Papier lesen möchte, kann jetzt die Print-On-Demand-Version (Paperback, 94 Seiten) für nur 6 Euro auf Amazon.de bestellen. Die Lieferung erfolgt versandkostenfrei innerhalb von 1 bis 2 Tagen – genauso schnell, wie man es von Büchern gewohnt ist, die „auf Lager“ sind. Vom Nettopreis (abzüglich 7% Mehrwertsteuer) landen übrigens knapp 1,64 Euro beim Autor.

Vom Buch zum Byte: Preisausschreiben

Zum Start der Printversion verlose ich zudem drei gedruckte Exemplare und drei Multiformat-Pakete der E-Book-Version. Um an der Verlosung teilzunehmen, muss man folgende Frage beantworten: wieviele Kilobytes hatte der erste E-Text der Welt, den Michael Hart (Gründer des Project Gutenberg) am 4. Juli 1971 zum Download bereitstellte? Kleiner Tipp: Die Lösung findet man auf vom-buch-zum-byte.de, wenn man in die Leseprobe schaut. Die Lösung bitte inklusive Postanschrift (Daten werden nach der Aktion gelöscht) und der Betreffzeile “Verlosung” an verlosung@vom-buch-zum-byte.de schicken. Einsendeschluss ist der 12. August. Die Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Spaß beim Mitmachen!